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Audio Transformatoren für Röhrenverstärker

Audio Transformatoren, speziell Ausgangsübertrager für Röhren-Verstärker sind nach wie vor sehr "heiß" diskutierte Objekte in den einschlägig bekannten Foren.
Immer wieder tauchen hierbei Begriffe wie Verzerrungen, Kapazitäten und sowohl Streu- als auch Hauptinduktivität auf, um hier nur einige zu nennen.

Es wäre müßig hier nochmals das Rad neu erfinden zu wollen, denn bereits während des bzw. kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gab es von D.T.N Williamson, Frank McIntosh, Hafler&Kereos, N.G. Partridge, N.H. Crowhurst sowie  Peter Walker, um hier nur einige zu nennen, reihenweiseweise Bücher und Abhandlungen, die sich in ausführlich mit diesen Themen auseinandersetzten.

Bei genauem Studium der Lektüren wird schnell klar, dass die Verwendung von geglühtem Blech, es spielt keine Rolle ob korn- oder nicht kornorient, nichts mit "Glühnichmachung bei Vollmond" zu tun hat, sondern auf rein mathematischen und physikalischen Formeln beruht. Gleiches gilt auch für die Verwendung spezieller dielektrizitätsarmen Isolierstoffe und spezieller Tränkmaterialien, die eben, wie ebenfalls an anderer Stelle behauptet, nicht zu einer Verschlechterung der Übertragung führen.
Ausnahmen bilden auch hier nicht Audio Transformatoren in Gitarren Röhren-Verstärker. obwohl In den letzten Jahren  diesbezüglich ein regelgerechter "Hype" entstanden ist.

Das auch hier renomierte Hersteller letztendlich nur mit Wasser gekocht haben, beweist die Tatsache, das z.B.: Marshall® für ihre ersten Verstärker Katalogprodukte von RadioSpares® verwendete, die späteren Transformatoren von Drake auf einem bereits 1949(1) vorgestelltem Wickelschema basierten. Dass diese Transformatoren dennoch anders klingen, hat verschiedene Ursachen, auf die ich später genauer eingehen werde.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass es sich bei Audio Transformatoren, egal auf welchem Einsatzgebiet sie verwendet werden, um nicht lineare Bauteile handelt, die Verzerrungen hervorrufen. Die exakte Berechnung, die Aufnahme der "Technischen Daten" sowie eine präzise Wickeltechnik sind eine Grundvorraussetzung, um diese Verzerrungen klein zu halten.


Literatur

  1. N.H. Crowhurst "Winding Capacitance", Electronic Eng. (Nov.1949) page 417